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Digitalkompetenzen im Kontext (uvm)

Am 8. Mai 2019 durfte ich auf Einladung der EMEK/COFEM (der eidgenössischen Medienkommission, resp. der commission fédérale des médias) zusammen mit Friederike Tilemann den ersten Drittel eines überaus spannenden Nachmittagsprogramms zum Thema “Streamingdienste und Plattformen: Herausforderungen für Medien & Öffentlichkeit” bestreiten. Wir thematisierten Medien- und Digitalkompetenzen, danach sprachen Judith Möller und Sébastien Noir über die Relevanz von Algorithmen, und zuletzt widmeten sich Natascha Just und Wolfgang Schulz dem Thema Gouvernanz. Der Anlass war öffentlich und gut besucht. Im Folgenden nun ein subjektiver Allerkürzestbericht meinerseits, einschliesslich einer — wie ich doch hoffe — lesefreundlichen Version meiner Eingangspräsentation. Denn, wie heisst es so schön: sharing is caring.

Nach den Grussworten des EMEK/COFEM-Präsidenten Otfried Jarren stellte Manuel Puppis den derzeitigen Stand des Arbeitspapiers der Kommission vor. Die Erkenntnisse des Tages sollen in die bevorstehende neue Version des Dokuments einfliessen. Dies habe, zusammen mit dem Wille zur Förderung des öffentlichen Dialogs, den heutigen Anlass motiviert. Danach teilte Friederike Tilemann ihr Expertenwissen über Medienkompetenzen: gerade Heranwachsende brauchen sowohl Kompetenzen als auch Schutz, um gewinnbringend mit Medien umgehen zu können. Und erstere beinhalten nicht nur Nutzung, sondern auch Wissen, Kritikvermögen, reflektiertes Handeln und Gestaltungsfähigkeit.

Dadurch wurde mir natürlich ganz komfortabel ein Ball zugespielt, den ich nun ins Feld der Digitalisierung bringen konnte. Denn das meiste, was bisher zu Medienkompetenzen gesagt worden ist, bleibt wichtig und relevant. [Das ist übrigens auch aus Genners “Kompetenzen und Grundwerte im digitalen Zeitalter” ersichtlich.] Ich biete keinen Widerspruch sondern Ergänzung an.

Meine Präsentation ging ebenfalls auf die Frage ein, wie mit digitalen Medien umgegangen werden kann, aber aus einer etwas andern Perspektive. Mein Hintergrund ist einerseits in Soziologie, Volkswirtschaft und Wirtschaftsinformatik, andererseits bringe ich durch meine Vergangenheit als selbständige Social Media Beraterin auch praktische Erfahrungen mit. Untenstehend nun meine Folien — die ich, um der Mehrsprachigkeit der Schweiz an diesem gesamtschweizerischen Anlass wenigstens halbwegs gerecht zu werden, auf französisch verfasst hatte — sowie ein ungefähres Transkript meiner 10minütigen Präsentation, angereichert mit Klammerbemerkungen und ein paar Links. Continue reading

SGS-SSS: Call for papers // Appel à contributions

Tl;dr (in English): Together with a brilliant colleague of mine I organize a panel at the Congress of the Swiss Sociological Association (held in Zurich, June 21-23) about the political dimensions of digital platforms. Please consider contributing in English, German or French by February 20, 2017.

Cf. plus bas pour la version française.

Alle zwei Jahre findet der Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziologie statt, das nächste Mal am 21.-23. Juni in Zürich. Zusammen mit Loïse Bilat organisiere ich dort einen akademischen Workshop zum Thema der Informationsfragmentierung aus soziotechnischer Sicht. Der Workshop ist aus der Konvergenz unserer Forschungsinteressen heraus entstanden, denn meine Kollegin ist spezialisiert auf die Analyse ideologisches Gedankenguts, insbesondere der neoliberalen Ideologie. Dazu laden wir interessierte Forschende ein, ihre Ergebnisse und/oder Überlegungen auf englisch, deutsch oder französisch vorzustellen und zu diskutieren.

Common-Good-and-Self-Interest-Sociology-Switzerland-Conference

Hier unser “call for contributions”:

Politische Dimensionen digitaler Plattformen: ein soziotechnischer Ansatz der Informationsfragmentierung

Stichworte: Soziotechnik, STS, Medienepistemologie, Politische Soziologie, Ideengeschichte

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